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Aus Waldbrand wird Gebäudebrand: Stallgebäude in Vollbrand – ausführliche Berichterstattung

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Kahla. In der Nacht von Freitag, den 05.07.2019, kam es in der Ortslage Kahla (Amt Plessa) zu einem Großbrand. Im Bereich einer landwirtschaftlichen Anlage brannten rund 600 Strohballen sowie ein Stallgebäude. Weitere Stallgebäude wurden zwar beschädigt, konnten aber von den eingesetzten Einsatzkräften gehalten werden. Gegen 01:04 Uhr waren zunächst alle Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Elsterwerda mit dem Stichwort Brand Wald groß alarmiert worden. Wenige Minuten später stellte sich jedoch heraus, dass der Feuerschein aus Kahla stammt und einem Gebäudebrand zuzuordnen war. Folgend wurde das Stichwort auf Brand Gebäude groß geändert und gegen 01:20 Uhr weitere Einsatzkräfte des Amtes Plessa hinzugezogen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Elsterwerda, Elsterwerda – Biehla, Kraupa, Theisa, Plessa und Kahla aktiviert worden. Kurz darauf wurde auch die FF Lauchhammer – Mitte mit ihrer neuen Drehleiter mit Rettungskorb (DLK 23/12) hinzugezogen, um von insgesamt zwei Punkten oberhalb der Brandstätte löschen zu können.

Vor Ort brannten um die 600 Strohballen, welche unter einem Schleppdach gelagert wurden. Angrenzend standen Stallgebäude, in welchen sich zum Zeitpunkt des Feuers jedoch keine Tiere befanden. Dank des enormen Einsatzes der Kameraden und Kamerdinnen konnten alle Gebäude gehalten werden, wenngleich zum Teil trotzdem schwer beschädigt. Unteranderem stürzte das Dach eines Rinderstalles ein. Das größte Problem bei der Brandbekämpfung lag anfangs im Bereich der Löschwasserversorgung, so der Einsatzleiter und stellvertretende Amtsbrandmeister des Amtes Plessa Günther Herrmann. Ein Flachspiegelbrunnen war aufgrund des enormen Wasserbedarfes schnell an seiner Kapazitätsgrenze. Gräben im Umland führten aufgrund der Trockenheit kaum Wasser, sodass diese als Quelle ausschieden. Deshalb richtete man einen Pendelverkehr mit großvolumigen Tanklöschfahrzeugen (TLF) zu einer Wasserentnahmestelle an der Schwarzen Elster ein, bis eine lange Wegstrecke zwischen Entnahmestelle und Einsatzort aufgebaut worden war.

Da während der Löscharbeiten ein Behälter mit einer Beschriftung gefunden wurde, welche auf Gefahrgut hindeutete, wurde der „Chemisch – Biologisch – Radiologisch – Nuklear – Erkundungskraftwagen“ (CBRN-Erkw) der FF Schönborn hinzugezogen. Mit der auf diesem Fahrzeug verlasteten bzw. installierten Messtechnik ist es möglich aus Boden-, Luft- und Flüssigkeitsproben zahlreiche Schad- bzw Giftstoffe zu identifizieren. Vor Ort wurde die Umgebungsluft um und an der Brandstelle auf mögliche besondere Gesundheitsgefahren hin geprüft, jedoch verliefen diese Messungen negativ. Zusätzlich hielt man Rücksprache mit Alexander Trenn, dem Gefahrstoffbeauftragtem des Landes Brandenburg. Am Vormittag startete man den Plan den glimmenden und qualmenden Haufen mit dem Stroh auseinander zu ziehen. Dabei unterstützte stark der Eigentümer mit vorhandener Technik, wie Radlader und Teleskoplader.

Einsatzleiter Herrmann bedankt sich rückblickend bei allen Beteiligten, welche zum Gelingen des Einsatzes beigetragen haben. So haben alle Kameradinnen und Kameraden hervorragend kooperiert. Auch die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Ämter auf kommunaler und kreislicher Ebene haben problemlos geklappt. Besonders hervorzuheben sei die gute Versorgung der Einsatzkräfte gewesen, zum Beispiel spendete der Rewe – Markt Elsterwerda eine Palette Trinkwasser. Der Gasthof „Deutsches Haus“ übernahm schnell und unkompliziert die Essensversorgung der eingesetzten Kräfte.

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