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Feuer zerstört die Wochenendpläne der Kameraden

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Elsterwerda. Am Samstag, den 08.08.2020, gegen 13:23 Uhr wurden die Ortswehren Kraupa und Biehla zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Meistens Fehlalarme, bemerkten die Einsatzkräfte diesmal bereits auf der Anfahrt eine Rauchentwicklung über dem Objekt. In einem kunststoffverarbeitenden Betrieb stand ein Anlagenteil in Brand. Dieser sollte die ehrenamtlichen Einsatzkräfte noch das gesamte Wochenende über beschäftigen.

Gegen 13:33 Uhr erfolgte somit eine Nachalarmierung mit dem Stichwort „Brand: Sonderobjekt“. Alarmiert wurden damit die Ortswehren Elsterwerda und Plessa, sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Harnisch. Am Ort des Geschehens bauten die ersteingetroffenen Kräfte eine Wasserversorgung auf und starteten zeitnah den Löschangriff auf das Feuer. Dieser erfolgte von zwei Seiten in den betroffenen Hallenbereich hinein. Augenscheinlich konnte das Feuer so schnell eingedämmt und gelöscht werden. Unter Einsatz einer Wärmbildkamera zeigten sich jedoch noch unzählige Glutnester, welche es nach und nach galt abzulöschen. Jedoch war dies die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Unbemerkt von den Löscharbeiten hatte sich das Feuer schon bis in ein Silo hineingefressen. So wurden die Einsatzkräfte plötzlich von erneuten schwarzen Rauchschwaden überrascht. Nun galt es auch noch einen Silobrand unter Kontrolle zu bekommen und den Bereich noch großflächiger nach weiteren eventuell unbekannten Brandherden abzusuchen. Durch den schweißtreibenden Einsatz zahlreicher Atemschutzgeräteträger konnte auch dieses Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Wie sich später herausstellte leider nur temporär. Gegen 20:00 Uhr konnte dieser Einsatz dann als beendet erklärt werden.

Was die Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten, war dass der genannte Silobrand sie zum Sonntag noch drei weitere Male anrücken lassen sollte. In der Nacht auf Sonntag gegen 3:30 Uhr heulten die Sirenen erstmalig. Dies sollte sich um 10:17 Uhr und am Abend gegen 19:55 Uhr wiederholen. Alarmiert wurden jeweils alle drei Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehr Elsterwerda. Grund war ein erneutes Aufflammen von versteckten Glutnestern im Bereich des Silos. Selbst der Einsatz von Druckluftschaum am späten Vormittag mit dem zusätzlich aus der Verbandsgemeinde Liebenwerda, Ortswehr Bad Liebenwerda, nachgeforderten Tanklöschfahrzeug (TLF 16/46) brachte nur mäßigen Erfolg. Somit entschied man sich am Sonntagabend dazu, Schlauchmaterial vor Ort zu lassen. Der Anlagenbetreiber konnte so, bei Auffälligkeiten seiner regelmäßigen Kontrollen, selbstständig agieren. Über eine sogenannte Steigleitung, welche außen am Silo angebracht ist und in dieses hineinführt, konnte somit ohne Hilfe der Feuerwehr Wasser beaufschlagt werden. Die Alarmierung am Sonntagabend war glücklicherweise die vorerst Letzte zu dieser Einsatzstelle.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Harnisch bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für die gute Arbeit und die gezeigte Einsatzbereitschaft, trotz Temperaturen jenseits der 30°-Marke. (DT/RRS)

 

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