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Feuerwehrkolonne rollt durch Elbe – Elster

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Foto: dpa

Elbe – Elster. Hochwasser im Elbe-Elster-Kreis. Alle Kräfte werden gebraucht. Auch der Katastrophenschutz aus Oberspreewald-Lausitz muss helfen. An diesem Samstag wird dieses Szenario geprobt – mit einer groß angelegten Übung.

Kolonnen auffälliger Fahrzeuge sorgen auf den Straßen ganz automatisch für Aufmerksamkeit. Gleiches dürfte der Fall sein, wenn am Samstag, 11. Juni, ein Tross aus 25 Feuerwehr-, Katastrophenschutz- und Fahrzeugen des Technischen Hilfswerkes (THW) über die Straßen der Region rollt. Anlass ist eine Großübung, zu der der Landkreis Oberspreewald-Lausitz die Mitglieder seiner Brandschutzeinheit, der „Schnelleinsatzgruppe Führungsunterstützung“ und das THW aufruft. Das teilt Kreissprecherin Sarah Werner mit.

Geprobt werden soll das geordnete Fahren im Verband. Die Kolonne setzt sich ab 8 Uhr in Großräschen in Bewegung. „Die Route führt über eine Dauer von etwa acht Stunden in den Nachbarlandkreis Elbe-Elster und zurück“, erklärt die Pressesprecherin. Vorbei kommen die Fahrzeuge in Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain, Falkenberg/Elster, Mühlberg/Elbe und Bad Liebenwerda. Nach einer Mittagsrast am Gerätehaus der Feuerwehr in Bad Liebenwerda gegen 12 Uhr geht es ab 13 Uhr weiter über Elsterwerda, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg zurück zum Ausgangspunkt. Start und Ziel ist die Straße Am Birkenhain in Großräschen.

Das Szenario der Übung soll einen Einsatz während einer Hochwasserlage simulieren. Die den meisten OSL-Kameraden wenig vertrauten Straßenverläufe im Nachbarlandkreis und die fehlende Möglichkeit, auf eine Autobahn ausweichen zu können, führten zu der Entscheidung, die Fahrt im Elbe-Elster-Land durchzuführen, erklärt Sarah Werner weiter. Erwartet werden am Samstag bis zu 100 Teilnehmer, darunter Vertreter von zehn freiwilligen Feuerwehren aus OSL, vom THW Ortsverband Senftenberg und der „Schnelleinsatzgruppe Führungsunterstützung“ des Katastrophenschutzes.

Aufgrund der hohen Zahl an Fahrzeugen kann es auf den Straßen zeitweise zu Verkehrsbehinderungen kommen. „Diese bitten wir zu entschuldigen und eventuellen Einschränkungen im Straßenverkehr mit Verständnis zu begegnen“, sagt Sarah Werner im Namen des Bereichs Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung OSL, dessen Mitarbeiter die Übung organisieren. Koordinatoren der Übung sind Tobias Pelzer und Matthias Kunze.

Gefahren wird in vier Gruppen im Abstand von wenigen Minuten. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt 50 Kilometer in der Stunde. „Wichtig für die Bürger zudem: Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in Oberspreewald-Lausitz ist trotz der Übung gesichert“, sagt Sarah Werner. Ziel der Übung sei es, möglichst viele Maschinisten, Gruppenführer und Zugführer an das Fahren im Verband zu gewöhnen und sie für die logistischen Herausforderungen zu sensibilisieren, die mit einer solch hohen Anzahl an Fahrzeugen entstehen.

Zur Vorbereitung auf die Übung findet am Freitagabend eine Einweisung und theoretische Ausbildung im Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnischen Zentrum des Landkreises (FKTZ) in Großräschen statt. Der Landkreis als untere Katastrophenschutzbehörde hält verschiedene Einheiten zur Abwehr von Großschadensereignissen und Katastrophen vor. Diese werden bei Bedarf auch überörtlich eingesetzt, wie etwa bei Hochwasserlagen in der Vergangenheit bereits geschehen. „Übungen wie die Fahrt im Verband sind somit wichtig, um im Ernstfall bestmöglich auf den Einsatz vorbereitet zu sein“, betont Sarah Werner. Die letzte Übung dieser Art fand im Oberspreewald-Lausitz-Kreis im Rahmen einer Hochwasserschutzausbildung im April 2009 statt.

 

 

Text – Quelle: Lausitzer Rundschau

 

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