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Gasflaschen gefährdeten Einsatzkräfte

Foto: Feuerwehr Falkenberg

Falkenberg (Elster). Am Montag, den 11.05.2020, kam es zu einem Gartenlauben- und Garagenbrand auf zwei Privatgrundstücken in Falkenberg (Elster). Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht hinein.

Gegen 19:00 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Falkenberg (Elster), Kölsa, Schmerkendorf, Beyern und Uebigau mit dem Stichwort „Brand: Gebäude groß“ alarmiert. Zunächst hieß es, dass es in der Astrid – Lindgren – Grundschule brennen solle. Jedoch konnte dies schon auf der Anfahrt ausgeschlossen werden. Bei Eintreffen stellte sich dann heraus, dass auf Nachbargrundstücken eine Gartenlaube sowie eine Garage in Brand geraten waren. Aus bisher unbekannter Ursache ist das Feuer in der Gartenlaube ausgebrochen und griff anschließend auf die Garage über. Die Anwohner versuchten noch mit einem Gartenschlauch Schlimmeres zu verhindern, jedoch ohne Erfolg. Die eingetroffenen Kameradinnen und Kameraden konnten die Anwohner schnell von ihren Löschversuchen abbringen.

Wie sich nur kurze Zeit später herausstellte, war dies auch gut so. In den Objekten befanden sich mehrere Gasflaschen. Aufgrund der Brandeinwirkung explodierte eine Flasche, deren metallische Überreste fand man neben der Garage wieder, und zwei weitere Flaschen ließen den Inhalt über das Sicherheitsventil abströmen, was zu einer schnellen Brandausbreitung führte.

Durch ungünstige Windverhältnisse breiteten sich die Rauchschwaden auch teilweise in der Innenstadt von Falkenberg (Elster) aus. Trotz des anhaltenden Regens lies ein Löscherfolg lange auf sich warten, da in der Garage Möbelstücke eingelagert waren und die Flammen so reichlich Nahrung fanden. Glücklicherweise wurden durch all diese Umstände keine Personen verletzt. Insgesamt waren rund 60 Kameradinnen und Kameraden am Einsatz beteiligt. Die Wasserversorgung erfolgte von zwei Löschwasserentnahmestellen aus. Gespeist wurden bis zu sechs Strahlrohre gleichzeitig. Um ein Aufflammen möglicher Glutnester zu verhindern, wurden schlussendlich die Überreste mit einem Schaumteppich abgedeckt, welcher das brennbare Material vom Umgebungssauerstoff trennt und gleichzeitig eine kühlende Wirkung entfaltet. Für die Dauer der Löscharbeiten wurden die Torgauer Straße und die Schenkbreite teilweise bzw. voll gesperrt. Kurz vor 00:00 Uhr konnte der Einsatz als beendet erklärt werden. Das FTZ* Herzberg war anschließend vor Ort um die Verbrauchsmaterialien der eingesetzten Feuerwehren wieder aufzufüllen, sodass diese sich im Anschluss wieder einsatzbereit melden konnten. Der Brandort wurde zur weiteren Ursachenermittlung an die Polizei übergeben. (DT/RRS)

* FTZ:

In einem FTZ (Feuerwehrtechnisches Zentrum) werden unter Anderem Austauschgeräte und Masken für den Atemschutzeinsatz, Schläuche, Pumpen sowie Schaummittel und diverse Bindemittel vorgehalten. Bei Erfordernis kann das benötigte Material zeitnah an die Einsatzstelle oder zum Gerätehaus bestellt werden, um die eingesetzten Fahrzeuge schnellstmöglich wieder einsatzbereit aufzurüsten. Benutzte Einsatzmittel werden hingegen gereinigt, geprüft und wenn notwendig repariert.

Im Landkreis Elbe-Elster wird es auch zu Aus- und Fortbildungsmaßnahmen genutzt.

 

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Helfende Hand 2017
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Am 27.11.2017 überreichte uns Thomas de Maizière die "Helfende Hand". In der Kategorie "Unterstützer des Ehrenamtes" erhielten wir den 4. Platz.